Finanzielle Hilfen

Elterngeld

Anspruch auf Elterngeld haben Mütter und Väter, die ihre Kinder nach der Geburt selbst betreuen und erziehen, nicht mehr als 30 Stunden in der Woche arbeiten, mit ihren Kindern in einem Haushalt leben und in Deutschland wohnen.

Das Elterngeld orientiert sich an der Höhe des monatlich verfügbaren Nettoeinkommens, das der betreuende Elternteil vor der Geburt des Kindes hatte und das nun nach der Geburt wegfällt. Es beträgt rund zwei Drittel des bisherigen Einkommens - mindestens 300 und höchstens 1.800 Euro.
Auch, wenn Sie vor der Geburt keine Arbeitsstelle hatten, können Sie Elterngeld erhalten.

Wenn Mutter und Vater sich die Elternzeit teilen, bekommen Sie zusammen maximal 14 Monate lang Elterngeld. Ein Elternteil kann dabei mindestens zwei und höchstens zwölf Monate Elterngeld beziehen.

Staatsangehörige aus Mitgliedstaaten der EU, Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz haben in der Regel dann einen Anspruch auf Elterngeld, wenn sie in Deutschland arbeiten oder wohnen.

Für Ausländerinnen und Ausländer aus Drittstaaten gilt: Menschen mit einer Niederlassungserlaubnis können Elterngeld erhalten. Wer eine Aufenthaltserlaubnis besitzt, hat nur dann einen Anspruch auf Elterngeld, wenn sie oder er auch zur Erwerbstätigkeit in Deutschland berechtigt ist oder hier schon erlaubt gearbeitet hat.



Weitere Informationen des Bundesministeriums für Familien, Frauen, Senioren und Jugend

Kindergeld

Dauerhaft in Deutschland lebende Mütter und Väter können Kindergeld erhalten. Es wird grundsätzlich bis zum 18. Lebensjahr des Kindes gezahlt, in bestimmten Fällen auch länger. Den Antrag stellen Sie bei der Bundesagentur für Arbeit - Familienkasse.

Alleinerziehende und Eltern mit geringem Einkommen können einen Antrag auf Kinderzuschlag stellen. Die Höhe des Kinderzuschlags bemisst sich nach dem Einkommen und Vermögen der Eltern und der Kinder; er beträgt höchstens 170 Euro/Monat je Kind und wird zusammen mit dem Kindergeld monatlich gezahlt.

Staatsangehörige aus Mitgliedstaaten der EU, Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz haben in der Regel dann einen Anspruch auf Elterngeld, wenn sie in Deutschland arbeiten oder wohnen.

Für Ausländerinnen und Ausländer aus Drittstaaten gilt: Menschen mit einer Niederlassungserlaubnis oder anerkannte Flüchtlinge können Elterngeld erhalten. Wer eine Aufenthaltserlaubnis besitzt, hat nur dann einen Anspruch auf Elterngeld, wenn sie oder er auch zur Erwerbstätigkeit in Deutschland berechtigt ist oder hier schon erlaubt gearbeitet hat.

Über die Antragsbedingungen informiert Sie die Familienkasse Stuttgart.


Betreuungsgeld

Nach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 21.7.2015 wird es das Betreuungsgeld in seiner bisherigen Form nicht mehr geben.

Familien, die bisher Leistungen des Betreuungsgeldes in Anspruch genommen haben, können dies auch weiterhin innerhalb des zugesagten Bewilligungszeitraumes tun. Sie müssen nichts zurückzahlen.

Neue Anträge für das Betreuungsgeld können hingegen nicht gestellt werden.

Hintergrund: Das Betreuungsgeld erhalten Eltern, deren Kinder ab dem 1. August 2012 geboren wurden und die ihre Kinder im zweiten und dritten Lebensjahr entweder selbst betreuen oder privat, bzw. in privaten Einrichtungen betreuen lassen. Das Betreuungsgeld beträgt 150 Euro ab dem 1. August 2014.

Staatsangehörige aus Mitgliedstaaten der EU, Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz haben in der Regel dann einen Anspruch auf Betreuungsgeld, wenn sie in Deutschland erwerbstätig sind oder in Deutschland wohnen.

Für Ausländerinnen und Ausländer aus Drittstaaten gilt: Menschen mit einer Niederlassungserlaubnis können Elterngeld erhalten. Wer eine Aufenthaltserlaubnis besitzt, hat nur dann einen Anspruch auf Elterngeld, wenn sie oder er zur Erwerbstätigkeit in Deutschland berechtigt ist oder hier schon erlaubt gearbeitet hat.

FamilienCard

Mit dieser freiwilligen sozialen Leistung will die Stadt allen Kindern und Jugendlichen ermöglichen, an den vielfältigen Freizeit- und Bildungsangeboten in Stuttgart teilzunehmen.

Die FamilienCard kann für alle Stuttgarter Kinder und Jugendliche bis einschließlich 16 Jahre, dies bedeutet, bis zu einem Tag vor dem 17. Geburtstag, ausgestellt werden, wenn der Gesamtbetrag des Familieneinkommens jährlich 60.000 Euro (brutto, abzüglich Werbekostenpauschale von derzeit ca. 1000 Euro) nicht übersteigt.

Für Familien mit mehr als drei Kindern gibt es keine Einkommensgrenze. Allerdings müssen Sie nachweisen, dass Sie für mindestens vier Kinder, die alle in Ihrem Haushalt leben, Kindergeld beziehen.

Das FamilienCard-Guthaben (FC-Börse) beträgt 60 Euro pro Jahr. Das Geld wird in Form von Wertepunkten in einem elektronischen Chip auf der Karte gespeichert. Damit können Eintritte, Jahresbeiträge und andere Angebote direkt bezahlt werden. Zusätzlich gibt es mit der FamilienCard 20 Prozent Ermäßigung auf die Gebühren der Musikschule und auf die Elternbeiträge der Stadtranderholung (Waldheime).

Die FamilienCard erhalten Sie ohne weiteren Antrag, wenn Sie einen aktuellen Einkommenssteuerbescheid oder die Dezemberlohnabrechnung, bzw. die elektronische Lohnsteuerbescheinigung des Vorjahres vorlegen. Diese Nachweise brauchen Sie auch, wenn Sie die Karte neu aufladen möchten.

www.stuttgart.de/familiencard

Die FamilienCard erhalten Sie in jedem Bürgerbüro oder beim Sozialamt.

Bonuscard

Die Bonuscard ist eine freiwillige Leistung der Landeshauptstadt Stuttgart. Personen, die Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II (Arbeitslosengeld II) oder dem Sozialgesetzbuch XII (Grundsicherung/Sozialhilfe) beziehen sowie alle, die Wohngeld oder Kinderzuschlag bekommen, erhalten damit Vergünstigungen. Einen Antrag stellen können auch Personen mit geringem Einkommen, die aber keinerlei soziale Transferleistungen beziehen, um ihren Lebensunterhalt zu sichern.

Wer eine Bonuscard hat, kann z.B. den öffentlichen Nahverkehr in Stuttgart (VVS) zu günstigeren Tarifen nutzen. Das Zusatzangebot "Kultur für Alle" ermöglicht den Inhabern der Bonuscard + Kultur die kostenlose Teilnahme an Kulturveranstaltungen.

www.stuttgart.de/bonuscard

Sie können Ihren Antrag beim Sozialamt stellen.

Landesfamilienpass

Mit dem Landesfamilienpass und der dazu gehörigen Gutscheinkarte können Familien, die ihren ständigen Wohnsitz in Baden-Württemberg haben, also auch ausländische Familien, insgesamt 19-mal im Jahr gratis, bzw. zu einem ermäßigten Eintritt die staatlichen Schlösser, Gärten und Museen besuchen.

Mehr Informationen des Landes Baden-Württemberg.

Der Landesfamilienpass können Sie in Stuttgart in jedem Bürgerbüro oder online  beantragen.