Nachzug von Angehörigen

EU-/EWR-Bürger

Familienangehörige, die selbst Unionsbürger oder Staatsangehörige von Norwegen, Island oder Liechtenstein sind, weisen ihr Aufenthaltsrecht und das Recht auf Zugang zum Arbeitsmarkt über ihren Pass und die Meldebescheinigung nach.

Familienangehörige von Bürgern aus den EU-/EWR-Staaten, die selbst weder Unions-, oder EWR-Staatsangehörige sind: Sie brauchen für die Einreise nach Deutschland ein Visum. Nach der Einreise müssen Sie eine sogenannte Aufenthaltskarte bei der Ausländerbehörde beantragen.


Staatsangehörige aus Drittstaaten

Ehegatten und minderjährige Kinder von Drittstaatsangehörigen, die sich mit einer Aufenthaltserlaubnis in Deutschland aufhalten, können den Familiennachzug bei einer deutschen Botschaft im Ausland beantragen.

Nachzug von Ehegatten und Lebenspartnern

Der Ehegattennachzug ist in Deutschland an bestimmte Voraussetzungen geknüpft. Der in Deutschland lebende Drittstaatsangehörige muss

  • eine unbefristete Niederlassungs- oder Aufenthaltserlaubnis oder seit mindestens fünf Jahren eine befristete Aufenthaltserlaubnis besitzen, anerkannter Flüchtling oder asylberechtigt sein,
  • ausreichenden Wohnraum zur Verfügung stellen,
  • in der Regel den gemeinsamen Lebensunterhalt einschließlich Krankenversicherungsschutz sichern können.

Beide Ehegatten müssen zudem das 18. Lebensjahr vollendet haben und der nachziehende Ehegatte muss in der Regel Grundkenntnisse der deutschen Sprache (Sprachzertifikat A 1) nachweisen. Außerdem dürfen keine Ausweisungsgründe vorliegen. Diese Regeln gelten auch für gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften.

Nachzug von Kindern

Minderjährige, unverheiratete Kinder von ausländischen Staatsangehörigen haben grundsätzlich das Recht, zu ihren Eltern nach Deutschland nachzuziehen. Dabei sind Kinder unter 16 Jahren privilegiert, in diesem Fall sind nur eine Erziehungsberechtigung und eine Aufenthalts- oder Niederlassungserlaubnis notwendig. Ausreichender Wohnraum muss zur Verfügung stehen und der Lebensunterhalt einschließlich Krankenversicherungsschutz muss in der Regel vorliegen.


Nachzug sonstiger Angehöriger

Familienangehörige, die nicht zur "Kernfamilie" gehören, wie etwa erwachsene Kinder und Großeltern, können nur dann den Nachzug beantragen, wenn ansonsten "außergewöhnliche Härten" entstünden. Dies wäre zum Beispiel der Fall, wenn der in Deutschland lebende Angehörige krankheits- oder altersbedingte Hilfe benötigt und vor Ort nachweislich keine Hilfe erfolgen kann.


Mehr Informationen:

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

Ausländer- und Staatsangehörigkeitsrecht

Schwabenzentrum B4 (Amt für öffentliche Ordnung)
Eberhardstraße 39
70173 Stuttgart
S-Mitte

Postanschrift

Landeshauptstadt Stuttgart
Amt für öffentliche Ordnung, Ausländer- und Staatsangehörigkeitsrecht
70161 Stuttgart

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