Zoll

Grundsätzlich müssen Sie für die Einfuhr Ihres privaten Hausrats keinen Zoll bezahlen. Die Gegenstände (auch private Kraftfahrzeuge), die Sie bei einem Umzug nach Stuttgart zollfrei einführen können, nennt man zollrechtlich Übersiedlungsgut. Damit die Gegenstände als Übersiedlungsgut gelten, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein.

Allerdings bleibt das Übersiedlungsgut für zwölf Monate unter zollamtlicher Überwachung. Das bedeutet, dass Sie die Güter innerhalb dieses Zeitraums keiner anderen Person überlassen dürfen (verleihen, verpfänden, vermieten, verkaufen oder verschenken). Wird diese Bestimmung nicht eingehalten, entfällt die Zollbefreiung und die Zollabgaben werden nacherhoben.

Als Übersiedlungsgut gelten:

  • Hausrat, d.h. alle persönlichen Gegenstände, Haus-, Bett- und Tischwäsche, Möbel sowie Geräte, die Sie für den persönlichen Gebrauch benötigen.
  • Private Fahrzeuge aller Art; d.h. Fahr- und Krafträder, Pkw (ggf. mit Anhänger), Camping-Anhänger, Wassersportfahrzeuge und Sportflugzeuge (anhand einer Bescheinigung der zuständigen ausländischen Behörde ist nachzuweisen, dass das Fahrzeug bzw. das Flugzeug in dem betreffenden Land auf Ihren Namen zum Verkehr zugelassen war).
  • Haushaltsvorräte, sofern sie die üblicherweise von einer Familie als Vorrat gehaltene Menge nicht überschreiten - hierbei ist von der am alten Wohnort üblichen Menge auszugehen.
  • Haus- und Reittiere.
  • Tragbare Instrumente und Geräte für handwerkliche oder freiberufliche Tätigkeiten, sofern Sie diese zur Ausübung Ihres Berufs benötigen.

Nicht als Übersiedlungsgut gelten:

  • alkoholische Erzeugnisse;
  • Tabak und Tabakwaren;
  • Nutzfahrzeuge;
  • gewerblich genutzte Gegenstände, außer tragbaren Instrumenten und Geräten für handwerkliche oder freiberufliche Tätigkeiten.

Einreise aus einem EU-Staat

Wenn Sie aus einem EU-Staat nach Deutschland einreisen, können Sie Ihren privaten Hausrat ohne Zollformalitäten mitbringen.

Aber: Innerhalb der EU gibt es Sondergebiete, für die die erleichterten Bestimmungen im Reiseverkehr zwischen EU-Staaten nicht gelten, da diese nicht zum Zollgebiet der EU gehören: Übersicht über Gebiete mit Sonderregelungen innerhalb der EU

Einreise aus einem Nicht-EU-Staat

Wenn Sie aus einem Nicht-EU-Staat einreisen, müssen Sie Ihr Übersiedlungsgut anmelden. 



Bargeld

Wenn Sie direkt aus einem Nicht-EU-Staat nach Deutschland kommen und Barmittel im Gesamtwert von 10.000 Euro oder mehr mitführen, müssen Sie diese bei der Einreise der Zollstelle schriftlich anmelden.

Falls Sie über einen anderen Mitgliedsstaat der Europäischen Union nach Deutschland einreisen und Bargeld oder gleichgestellte Zahlungsmittel im Gesamtwert von 10.000 Euro oder mehr mitführen, müssen Sie diese lediglich auf Verlangen der Kontrollbeamten mündlich anzeigen.